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Bereits in vorgeschichtlicher Zeit waren die leichten Anhöhen, die sich über die Niederungen erheben, beliebte
Siedlungsplätze. Davon zeugen zahlreiche Funde auf Hollingstedter Gebiet. So befindet sich im Bauernwald
westlich Krusenbusch, zwischen Langenohrweg und altem Bahndamm, ein Steingrab (so genanntes Riesenbett) aus der
frühen bis mittleren Bauernsteinzeit (ca. 3000 v. Chr.).
Feldweg (Pingseeweg)
Ein weiterer Grabhügel aus jüngerer Bauernsteinzeit bis Anfang der Bronzezeit (2300 – 500 v. Chr.) ist zwischen
dem Gehöft „Viertel“ und der Sandkuhle „Hallith“ gelegen. Grabbeilagen lassen darauf schließen, dass es sich um
Fürstengräber handelt. 1952 wurden südlich der Gemarkung Höhbusch, auf den Höhen an der Wallener Au, zahlreiche
Steinwerkzeuge und andere Belege der Werkzeugherstellung und Bearbeitung von Steinen gefunden. Diese Funde sind
heute in der Grundschule Delve zu besichtigen.
Alter Bahndamm im Wald
Der Name „Hollingstedt“ bedeutet so viel wie „Ort am Gehölz“, womit der früher noch viel ausgedehntere
Bauernwald westlich der Ortschaft gemeint ist. Wald war wohl auch schon früher in Dithmarschen eine Seltenheit,
so dass der Name „Ort am Gehölz“ unverwechselbar war.
Eine andere Deutung des Namens lautet auf „Wohnplatz (Siedlung) der Leute des Holdo“, wobei Holdo vermutlich der
Name eines Fürsten war. Die erste urkundliche Erwähnung Hollingstedts stammt aus dem Jahre 1329 als
„Hollingstede“.
1447 findet sich eine andere Schreibweise : „Holingstede“.
von Kai Rönnau
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